Taufe

Von Anfang an hat die Kirche die Menschen, die Christen werden und als Christen leben wollen, im Glauben unterwiesen (s. Konfirmation) und getauft. Damit folgt sie dem Auftrag Jesu: „Gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ (Mt 28,18-20).
 
Die Taufe ist das verbindliche Zeichen dafür, dass Gott die Getauften als seine Kinder annimmt. So werden sie in die Gemeinschaft der Kirche Christi eingegliedert. Die Aufnahme in die Kirche führt also über die Taufe – egal, ob als Säugling, Kleinkind, KonfirmandIn oder als erwachsener Mensch.
 
Mit dem Alter von 12 bzw. 14 Jahren kann man selbst über seine Religionszugehörigkeit entscheiden. Ab Vollendung des 12. Lebensjahres darf ein Kind nicht mehr gegen seinen Willen in einem anderen Bekenntnis als bisher erzogen werden. Ab Vollendung des 14. Lebensjahres wird in Deutschland eine uneingeschränkte Religionsmündigkeit erworben.
 
Demgemäß unterscheidet die Kirche zwischen Kinder- und Erwachsenentaufe. Der Erwachsenentaufe geht entweder der Konfirmandenunterricht voraus oder eine angemessene, individuell mit einer Pastorin/einem Pastor durchgeführte Vorbereitung.
 
Die Kindertaufe erbitten die Eltern für ihr Kind. Erforderlich ist es, dass mindestens ein Elternteil Mitglied der evangelischen Kirche ist.  Die Eltern sollen Patinnen und Paten (mindestens eine Person) vorschlagen, die sich in besonderer Weise der religiösen Begleitung des Kindes widmen. Deswegen ist für das Patenamt nur geeignet, wer selbst getauft, konfirmiert und Mitglied der Kirche ist. Mindestens ein Pate soll evangelisch sein. Mitglieder von Religionsgemeinschaften, die zur Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) gehören, sind ebenfalls möglich (z.B. römisch-katholische Christen). Kinder zwischen und 3 und 12 Jahren werden von den Pastoren auf ihre Taufe mit ihnen gemeinsam vorbereitet. Besuchen die Kinder eine evangelische Kindertagesstätte, die zu unserer Kirchengemeinde gehört, werden die Kinder auch im Rahmen der Kindertagesstätte auf ihre Taufe vorbereitet, Kinder, welche die Bugenhagenschule besuchen, auch im Rahmen des Schulalltags.
 
In der Flottbeker Gemeinde wird getauft

  • sonntags im Rahmen des Gottesdienstes (10 Uhr) (Bitte, haben Sie Verständnis, dass dies nicht an jedem Sonntag möglich ist!)
  • sonntags im Rahmen der monatlich stattfindenden Familiengottesdienste „Kinder mit an Bord“ (11:30 Uhr)
  • zu gesonderten Taufgottesdiensten mit einer oder auch mehreren Taufen
  • bei einem Tauffest mit mehreren Täuflingen und einer Feier in den angrenzenden Räumen
  • auch außerhalb unserer Kirche (z.B. auf den Konfirmandenfreizeiten im Modell der „kleinen Konfirmanden“)

Ich möchte mein Kind taufen lassen! Was muß ich tun?

Praktisch sollten Sie so vorgehen: Zunächst überlegen Sie zwei/drei Wunschtermine und den Rahmen, den Sie für den Taufgottesdienst Ihres Kindes möchten. Danach erfragen Sie bitte im Kirchenbüro, ob dieser Termin möglich ist und welche Pastorin/welcher Pastor an ihrem Wunschtermin Dienst hat. So melden Sie die Taufe an. Darauf wird sich die Pastorin/der Pastor bei Ihnen melden.
 
In einem Taufgespräch ca. zwei Wochen vor der Taufe bereiten sie sich zusammen mit der Pastorin/dem Pastor auf die Taufe vor: theologische Fragen, praktische Ideen für die Gestaltung des Taufgottesdienstes (oder des Taufteils im Sonntagsgottesdienst) und die Auswahl eines Taufspruchs sind u.a. Inhalt dieses Gesprächs.
 
Sie können sich schon selbst etwas vorbereiten,

  • indem Sie die homepage www.taufspruch.de konsultieren oder in Ihrer Bibel nach einem Taufspruch stöbern
  • indem Sie die vorgesehenen Paten darum bitten, sich von ihrer Heimatgemeinde einen Patenschein zu besorgen und
  • indem sie die „Geburtsurkunde für religiöse Zwecke“ bereitlegen.
  • Auch die Frage, ob Familienangehörige, Paten, Freunde an der Taufe beteiligt sein wollen, können Sie schon überlegen (Eingießen des Taufwassers, Schmücken des Taufbeckens, Vortrag einer Fürbitte oder von Wünschen für den Täufling, Anfertigung der Taufkerze u.ä.).

Einmal im Jahr (meist im Herbst) feiern wir einen Tauferinnerungs-Gottesdienst. Die Familien, in denen im zurückliegenden Jahr ein Kind getauft worden ist, und diejenigen, die bei ihrer Taufe schon heranwachsend oder erwachsen waren, werden besonders eingeladen. Die Taufe des eigenen Kindes mag Anlass sein, sich auf das eigene Getauftsein zu besinnen. Während des Gottesdienstes haben alle die Gelegenheit, sich mit einem Wasserkreuz, das auf die Stirn oder die Handinnenfläche gezeichnet wird, segnen zu lassen. Die bei der Taufe in der Flottbeker Kirche ausgegebenen Goldmedaillen werden nun zur Erinnerung an die Taufe den Familien mitgegeben.

Ich möchte mich taufen lassen! Was muß ich tun?

Wenn Du Konfirmandin oder Konfirmand und noch nicht getauft bist, dann wirst Du alles Nötige zum Thema Taufe im Rahmen des Konfirmandenunterrichts erfahren. Hier wird auch besprochen, wann die Taufe stattfindet (z.B. auf einer der Konfirmandenfreizeiten oder im Osternachtsgottesdienst).

Wer älter als 14 Jahre und nicht in den Konfirmandenunterricht eingebunden ist und sich taufen lassen möchte, sollte zu einem der Pastoren Kontakt aufnehmen. Hier wird dann besprochen, wie die Vorbereitung auf die Taufe aussieht und wie und wann die Taufe selbst stattfindet.

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